Kindheit ist eine universelle Erfahrung – und doch stark kulturell geprägt. Im Alten Ägypten war sie deutlich kürzer als heute: Sobald Kinder laufen und mithelfen konnten, wurden sie in die Erwachsenenwelt integriert. Persönliche Neigungen oder Hobbys spielten kaum eine Rolle; entscheidend waren Herkunft, sozialer Status und der Beruf der Eltern. Wissen und Fähigkeiten wurden innerhalb der Familie weitergegeben.
Schon mit etwa 15 Jahren galten Jungen als erwachsen – manche kämpften bereits als Soldaten in Kriegen. Schule und Ausbildung standen vor allem Kindern aus wohlhabenden Familien offen, während Königskinder gezielt auf ihre zukünftige Macht vorbereitet wurden. Gleichzeitig gab es Spiel, Sport und Spielzeug, aber auch Krankheit, Magie und die allgegenwärtige Gefahr eines frühen Todes.
Die Führung beleuchtet das Aufwachsen am Nil: Alltag, Erziehung, Religion, Kunst und Jenseitsvorstellungen – und fragt, wie sehr sich diese frühe Lebensphase von unseren heutigen Vorstellungen von Kindheit unterscheidet.
Die Führung ist für Kinder ab 14 Jahren geeignet. Der Museumseintritt in Höhe von 8€ ist an der Kasse des Museums zusätzlich zu zahlen. Kinder unter 18 Jahren zahlen keinen Museumseintritt.